Wenn ich zu viele parallele Projekte oder Aufgaben habe und nichts richtig vorankommt.
Wenn ein Projektumfang wächst, ohne dass der Nutzen mitwächst.
Wenn ich neue Prozesse oder Formulare einführe oder überarbeite.
Wenn ich spüre, dass ich mehr starte als beende.
Wenn ein Thema „nice to have“ ist, aber nicht zum aktuellen Schwerpunkt passt.
Wie wende ich Weglassen an?
Ich nehme mir eine Minute und halte inne.
Ich kläre kurz das Ziel: Was soll am Ende wirklich erreicht sein? Was ist gerade wichtig? Was ist meine Rolel/Aufgabe?
Ich prüfe je Punkt drei Fragen: Ist es notwendig? Stehen Aufwand und Nutzen im Verhältnis? Gibt es aktuell Wichtigeres mit Vorrang?
Ich formuliere Nicht-Ziele: Was machen wir bewusst nicht (oder nicht jetzt)? (In Projekten und Workshops)
Ich entscheide eine konkrete Weglass-Aktion (streichen, später machen, vereinfachen, Sonderfall ignorieren) und halte sie fest.
Beispiele aus der Praxis:
Ich definiere Nicht-Ziele in Projekten, Workshops und Meetings: was machen wir (nicht jetzt). Diese hänge ich wie die Ziele gut sichtbar auf.
Ich überlege bei jedem Formularfeld: benötigen wir das wirklich? Was ist der Nutzen? Kann ich das automatisiert herausfinden?
Ich hinterfrage, wer eine Auswertung benötigt und wie diese Person mit der Auswertung steuern möchte. Zugleich schreibe ich zur Auswertung den benötigten Arbeitsaufwand dazu um den Empfänger für den Aufwand zu sensibilisieren.
Bei Mails und Info-Texten: verliert der Text an Verständlichkeit/Qualität, wenn ich einen Absatz weglasse?
Varianten & Tipps:
In Prozessen streiche ich zuerst Schritte, die nur für seltene Ausnahmen existieren (Supersonderfälle bewusst ignorieren).
In Formularen entferne ich Felder, die niemand für Entscheidungen nutzt (oder mache sie optional).